Das heutige Unternehmen

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Historischer Überblick

PietroBerettaDie Waffenfabrik Pietro Beretta S.p.A. ist ein italienisches Unternehmen, das auf den Ideenreichtum und das Können eines Büchsenmachers der Renaissancezeit zurückgeht und sich dank des beherzten, visionären und talentierten Agierens seiner Nachkommen auf internationaler Ebene einen Namen machen konnte. Die Beretta-Produkte zeichnen sich durch richtungsweisende Technologie und hohe Performance sowie durch den typischen „Italian Style“ aus.

Die Firma befindet sich nunmehr seit fünfzehn Generationen im Besitz der gleichnamigen Familie und wird bereits seit dem 15. Jahrhundert in Gardone Valtrompia betrieben. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahr 1526.

Das Unternehmen wurde von vielen Persönlichkeiten geprägt: So z.B. vom legendären Bartolomeo (vor 1498 - 1565/8) oder Pietro (1791 - 1853), dem ersten Träger des Familiennamens, der die Firmenexpansion in Gang setzte. Oder von dessen Sohn Giuseppe (1840 - 1903), der die Internationalisierung vorantrieb, bis hin zu Pietro (1870 - 1957), der das Handwerk - in ein Industrieunternehmen umformte, es erweiterte und modernere Verarbeitungsprozesse einführte. Unter der klugen Führung dessen Söhne Giuseppe (1906 - 1993) und Carlo (1908 - 1984) erlangte das Unternehmen Weltruhm und verzeichnete herausragende Erfolge im militärischen und sportlichen Bereich. All die Jahrhunderte hindurch hat sich Beretta der Waffenproduktion gewidmet.


Das heutige Unternehmen

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In den beinahe 500 Jahren konnte Beretta einen großen Erfahrungsschatz sammeln und dadurch eine hochspezifische Technologie im Bereich der Feinmechanik entwickeln. Im Laufe der Zeit wurde die Fabrik natürlich immer größer: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute wuchs die Betriebsfläche von 10 000 auf über 108 000 Quadratmeter an.

Die Produktionseinheiten basieren auf automatisierten Arbeitsstationen, stützen sich jedoch auch sehr stark auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die zur Erlangung des angestrebten Präzisions- und Qualitätsniveaus unabdingbar sind. Bei der Planung wird auf neueste Berechnungssysteme der Spannungen nach der Finite-Element-Methode zurückgegriffen. Unsere Mitarbeiter bringen die nötigen Qualifikationen für Forschungsarbeiten im angewandten dynamisch-impulsiven Bereich für Waffen und Munition, für metallographische Analysen und Dauerprüfungen mit.

Die Produktions- und Planungsarbeit wird mit der Vertriebsabteilung unter Berücksichtigung des Entwicklungsprozesses und anderer, kundenrelevanter Faktoren abgestimmt.

Auch die Vertriebstätigkeiten sind mit modernsten Informatiksystemen (Internet und Intranet) ausgestattet, um die Außenstellen optimal zu betreuen und rasch auf wechselnde Marktanforderungen reagieren zu können.

1.500 Waffen am Tag!

Die Beretta-Erzeugnisse, von denen etwa 1 500 pro Tag produziert werden, decken beinahe die gesamte Palette an Kleinwaffen ab: Bock- oder Querflinten für die Jagd mit verschiedenen Zugkalibern sowie unterschiedlicher Verarbeitung, halbautomatische Gewehre, Karabiner, Schnellfeuergewehre, halbautomatische Pistolen und automatische Militärgewehre. Der Sportsektor nimmt etwa 90 % der Gesamtproduktion ein, der Export von Sportwaffen in etwa hundert Länder liegt bei über 75 %.

Seit Anfang der 90er-Jahre produziert Beretta zusätzlich zu den traditionellen Sportwaffen eine komplette Kleidungs- und Accessoires-Kollektio für die Jagd und den Schießsport, die durch hohe technische Qualität und schlichte Eleganz hervorsticht. 1995 wurde in New York die erste Beretta Gallery eröffnet. Darauf folgten die Beretta Galleries in Dallas, Buenos Aires, Paris und Mailand, zu denen im Dezember 2005 die Neueröffnung im Zentrum von London hinzukam.

Die Beretta-Kollektion Clothing & Accessories findet sich heute nicht nur in den wichtigsten Waffengeschäften Europas und Amerikas, sondern auch in den zahlreichen eigens eingerichteten Verkaufsflächen ("Shop in Shop"), die einen exklusiven Raum für Beretta-Produkte schaffen.

Seit vielen Jahren werden Beretta-Waffen von den italienischen Streitkräften und der italienischen Polizei sowie denen zahlreicher anderer Länder eingesetzt.

Erfolgsgeschichten

Im April 2007 wurde ein Vertrag zur Lieferung des Modells Px4 Storm an die kanadische Grenzpolizei (Canada Borders Services Agency) abgeschlossen. Den größten Verkaufserfolg bei Pistolen stellt der Kauf der Beretta Serie 92 durch die US-amerikanischen Streitkräfte und die US-Bundespolizei (seit 1985) dar. In der Folge haben sich auch die „Gendarmerie Nationale“ und „L'Armée de l'Air“ in Frankreich für eine ähnliche Lösung entschieden.

Im Jahr 2002 wurde der Vertrag über den Verkauf von 45 000 Pistolen des Modells 92FS an die Guardia Civil in Spanien abgeschlossen. Im selben Jahr wurde auch mit der Lieferung von 40 000 Pistolen der Serie 92 an die türkische Staatspolizei begonnen. Im Mai 2005 wurde ein neuer Vertrag über 18 744 Pistolen der Serie 92 für die US Air Force unterzeichnet, und im September 2007 ging ein neuer Auftrag für 10 576 Pistolen des Modells 92FS für die US Army und die US Air Force ein. Im Januar 2009 konnte Beretta die größte militärische Pistolen-Ausschreibung der US Army seit dem Zweiten Weltkrieg für sich entscheiden. Der Auftrag umfasst 450 000 Pistolen des Modells 92FS.

Die Erfolge im Sportsektor stehen jedoch denen im Militärbereich in nichts nach. Im Jahr 1956 wurde in Melbourne die erste Goldmedaille im Tontaubenschießen mit einer Beretta-Waffe gewonnen. Es folgten zahlreiche Siege in den wichtigsten Bewerben: Medaillen wurden bei den Olympiaden in Rom (1960), München (1972), Montreal (1976), Moskau (1980), Los Angeles (1984), Seoul (1988), Barcelona (1992), Atlanta (1996), Sydney (2000) und Athen (2004) gewonnen. Außerdem wurden ab 1978 zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften errungen. Bei den XXX. Olympischen Spielen in London (2012) konnte Beretta seine Stellung im Sportbereich mit einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille festigen. Die Beretta-Wettkampfgewehre konnten mehr internationale Wettbewerbe für sich entscheiden als jedes andere Gewehr.

Wofür wir bekannt sind

Das Image Berettas gründet sich auf Einsatz, Erfindungsreichtum, der Besinnung auf die Tradition, dem Respekt gegenüber dem Kunden und den Mitarbeitern, zugleich aber auf fortwährender Weiterentwicklung und Innovation, technologischer Perfektionierung und neuen Herstellungsmethoden. Aus dieser Kombination gehen die Sport- und Militärwaffen hervor, die seit 1526 den Namen der ältesten Waffenfabrik in die ganze Welt hinaustragen.

Hinsichtlich der Unternehmensstruktur gehört die Waffenfabrik Pietro Beretta S.p.A. zur Beretta Holding S.p.A., die große Fabriken für Sportwaffen und optische Geräte sowie Handels- und Vertriebsgesellschaften sowohl in Italien als auch in anderen Ländern umfasst. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete die Beretta Holding einen konsolidierten Umsatz von 638 Millionen Euro.

Das Unternehmen wird von Ugo Gussalli Beretta gemeinsam mit seinen Söhnen Pietro und Franco geleitet.

Der Nettoumsatz der Waffenfabrik Pietro Beretta S.p.A. belief sich im Jahr 2013 auf 179,3 Millionen Euro.