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Ein weiterer Schritt auf dem Gebiet der Unternehmensikonographie erfolgte Ende der 1920er Jahre, als der junge Giuseppe Beretta (1906-1993), Sohn von Pietro und dreizehnter Vertreter der Familie, den Dichter Gabriele D’Annunzio traf. Der Kriegsdichter schlug dem jungen Giuseppe vor, eines seiner Lieblingsmottos „Dare in brocca“ (d.h. „Das Ziel treffen“) zu verwenden, das durch drei Pfeile dargestellt wird, die drei verschiedene Ziele „treffen“. Ein unmittelbarer visueller Verweis der absoluten Präzision, mit der die Waffen des Unternehmens hergestellt wurden. Die Registrierung dieser Marke erfolgte später, am 16. März 1950. Genau in diesen Jahren, in der Zeit von 1952-1953, erlebte der Katalog eine grundlegende Änderung: Auf dem Cover befand sich kein Logo, während die Logos der Vittoria und der Drei Pfeile abwechselnd links und rechts auf den Innenseiten abgebildet waren. Dies war eine wichtige Entscheidung für die Marke, die für die Präsentation der breiten Produktpalette des Unternehmens sowohl im Zivil- als auch im militärischen Bereich zunehmend an Bedeutung gewann. Darüber hinaus war das Vorhandensein des Vittoria Alata-Logos auf den in den 1950er Jahren hergestellten Waffen wichtig: Das Abbild erschien auf der gedruckten Broschüre, die jedem Beretta-Produkt beigepackt wurde, auf den kleinen Trophäenstatuen, die bis zum folgenden Jahrzehnt den Gewinnern von Schießwettbewerben (.22LR) überreicht wurden und auf der gesamten Serie der S55-Bockdoppelflinten von Beretta (ein für damalige Zeiten hochmodernes Gewehr, das 1955 entwickelt wurde und die erste industrielle Bockdoppelflinte war, bei der Teile ohne manuelle Anpassung austauschbar waren). Bei diesem Modell erschien die Vittoria auf der Unterseite der Basküle und wurde dort bis zur Version „58“ sowohl für die Jagd als auch für das Wettkampfschießen verwendet. SL3_Vittoria_Alata_CASE

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Ebenfalls im Jahr 1958 wurde eine weitere Registrierung der Marke „Vittoria Alata“ im Staatsarchiv eingetragen. Diese verschwand jedoch vom Cover der Beretta-Kataloge ab der Ausführung 1968-1969. Ab der Version von 1972 wurde nur noch das Symbol der Drei Pfeile verwendet, mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 1977, als anlässlich des zwanzigsten Todestages von Pietro Beretta die Memoiren verfasst wurden und die Vittoria auf dem Cover zurückkehrte, als Anerkennung eines der Symbole, das vom Beretta-Vorfahren direkt gewählt wurde. Dies führt uns zum Jahr 1978 und somit zur letzten Anmeldung der Marke „Vittoria Alata“, die am 29. Juli 1998 auslief. Kürzlich, genauer gesagt im Jahr 2017, beschloss Beretta, das Logo der „Vittoria Alata“ neu zugestalten, um die Vittoria-Flintenreihe auf den Markt zu bringen - eine Serie, die heute einen sehr erfolgreichen Teil der Produktlinie ausmacht. Das Abbild kehrt oben auf der entsprechenden Seite auf den Katalog zurück. Eine alles andere als zufällige Wahl, denn diese Waffen kennzeichnen sich durch eine für Jägerinnen perfekt konzipierte Ergonomie aus. 

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Abschließend kommen wir zum Jahr 2020: Das Unternehmen erhielt von der Familie Familie Gussalli Beretta die Bitte, ein Gedenkstück für die Bronzestatue in Brescia entwerfen. Das Ergebnis ist die einmalige SL3 „One-of“, das die wunderbaren Flügel der Vittoria auf den Seitenflächen reproduziert. Die erfahrenen Beretta-Graveure haben es sogar geschafft, die Feinheiten der Federn auf den Flügeln nachzustellen. Die gesamte Skulptur ist ebenfalls in Gold auf der Basküle eingraviert. Abgerundet wird dies durch den handgefertigten Koffer mit dem Logo der römischen Bronzestatue in bester Position. Diese prächtige Flinte wird am selben Tag der Öffentlichkeit vorgestellt, an dem die römische Statue der Vittoria Alata in das Brescia-Museum zurückgebracht wurde.